Hauseigentümerverband Zürich
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HEV 05/2001 Inhaltsverzeichnis
Aus dem Kantonalverband

Hans Egloff Hans Egloff
Präsident
HEV Kanton Zürich

Unbefriedigende Perspektiven

Alt Bekanntes vorneweg: In der Schweiz ist der Anteil Haushalte im Eigenbesitz klein. Gemäss den Zahlen der letzten ausgewerteten Volkszählung lag die Wohneigentumsquote in der Schweiz bei 31%, im Kanton Zürich bei lediglich 21%, in der Stadt Zürich sogar bei nur 6 %. Die schweizerische Quote entspricht dem mit Abstand tiefsten Wert in Europa.
Wohnformen werden nach persönlichen Vorlieben und individuellen Möglichkeiten gewählt. Die ausschlaggebenden Ursachen, ob Menschen Eigenheimbesitzer werden oder nicht, können anhand statistischer Auswertungen untersucht werden. Die Zürcher Kantonalbank ist der Frage nachgegangen, welche Personen typischerweise im Eigenheim wohnen. Anhand von 1999 erhobenen Daten über im Kanton Zürich wohnhafte Personen im Alter von 30 bis 70 Jahren ergaben sich dabei folgende wichtigste Zusammenhänge: Personen mit höherem Einkommen und solche – unabhängig vom Einkommen – mit hoher Bildung leben häufiger im Eigenheim. Verheiratete Paare und Personen mit Kindern neigen eher dazu Wohneigentum zu erwerben. In ländlichen Gebieten liegt die Quote der Eigenheimbesitzer im Vergleich zur städtischen Agglomeration höher. Schliesslich wird der Anteil von Wohneigentümern bei steigendem Alter immer grösser.
Statistiken und die die Zahlen begründenden Ursachen sind das Eine. Die aus dem Zahlenmaterial zu ziehenden (zwingenden) Schlüsse etwas Anderes. Fest steht gemäss gesicherten Umfragen jedenfalls, dass rund 70 % der Schweizer Wohneigentümer sein oder werden möchten. Die mit der Studie der Zürcher Kantonalbank ermittelten Einflussgrössen lassen im Kanton Zürich mittel- bis langfristig eine Erhöhung der Wohneigentumsquote erwarten, wobei wohl die demographische Entwicklung der wichtigste Faktor sein wird. Da das Durchschnittsalter der 30- bis 65-Jährigen in den nächsten 20 Jahren um ungefähr 1,5 Jahre ansteigen wird, ist alleine dadurch bis ins Jahr 2020 eine Erhöhung der Eigenheimquote auf über 35 % zu erwarten.
Aus Sicht derjenigen, die sich Wohneigentum wünschen und aus der Sicht eines Interessenverbandes ist allerdings das Zuwarten bis wir alle durchschnittlich älter geworden sind eine absolut unbefriedigende Perspektive. Da muss unbedingt Einfluss genommen werden. Unsere Politik hat ein Umfeld zu schaffen, das es möglich macht, staatspolitisch wertvolle Wünsche unserer Bürgerinnen und Bürger schon vor deren Pensionierung in Erfüllung gehen zu lassen.

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