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Unbefriedigende Perspektiven
Alt Bekanntes vorneweg: In der Schweiz ist der
Anteil Haushalte im Eigenbesitz klein. Gemäss den Zahlen der letzten
ausgewerteten Volkszählung lag die Wohneigentumsquote in der Schweiz bei
31%, im Kanton Zürich bei lediglich 21%, in der Stadt Zürich sogar
bei nur 6 %. Die schweizerische Quote entspricht dem mit Abstand tiefsten Wert
in Europa. Wohnformen werden nach
persönlichen Vorlieben und individuellen Möglichkeiten gewählt.
Die ausschlaggebenden Ursachen, ob Menschen Eigenheimbesitzer werden oder
nicht, können anhand statistischer Auswertungen untersucht werden. Die
Zürcher Kantonalbank ist der Frage nachgegangen, welche Personen
typischerweise im Eigenheim wohnen. Anhand von 1999 erhobenen Daten über
im Kanton Zürich wohnhafte Personen im Alter von 30 bis 70 Jahren ergaben
sich dabei folgende wichtigste Zusammenhänge: Personen mit höherem
Einkommen und solche unabhängig vom Einkommen mit hoher
Bildung leben häufiger im Eigenheim. Verheiratete Paare und Personen mit
Kindern neigen eher dazu Wohneigentum zu erwerben. In ländlichen Gebieten
liegt die Quote der Eigenheimbesitzer im Vergleich zur städtischen
Agglomeration höher. Schliesslich wird der Anteil von Wohneigentümern
bei steigendem Alter immer grösser.
Statistiken und die die Zahlen begründenden
Ursachen sind das Eine. Die aus dem Zahlenmaterial zu ziehenden (zwingenden)
Schlüsse etwas Anderes. Fest steht gemäss gesicherten Umfragen
jedenfalls, dass rund 70 % der Schweizer Wohneigentümer sein oder werden
möchten. Die mit der Studie der Zürcher Kantonalbank ermittelten
Einflussgrössen lassen im Kanton Zürich mittel- bis langfristig eine
Erhöhung der Wohneigentumsquote erwarten, wobei wohl die demographische
Entwicklung der wichtigste Faktor sein wird. Da das Durchschnittsalter der 30-
bis 65-Jährigen in den nächsten 20 Jahren um ungefähr 1,5 Jahre
ansteigen wird, ist alleine dadurch bis ins Jahr 2020 eine Erhöhung der
Eigenheimquote auf über 35 % zu erwarten.
Aus Sicht derjenigen, die sich Wohneigentum
wünschen und aus der Sicht eines Interessenverbandes ist allerdings das
Zuwarten bis wir alle durchschnittlich älter geworden sind eine absolut
unbefriedigende Perspektive. Da muss unbedingt Einfluss genommen werden. Unsere
Politik hat ein Umfeld zu schaffen, das es möglich macht, staatspolitisch
wertvolle Wünsche unserer Bürgerinnen und Bürger schon vor deren
Pensionierung in Erfüllung gehen zu lassen. |
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