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Aus dem Kantonalverband |
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Hans Egloff,
Präsident Hauseigentümerverband
Kanton Zürich |
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Für mehr Markt im
Mietwohnungsmarkt |
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Der Schweizer Mietwohnungsmarkt ist
endlich einen alten Zopf los. Die Mieten
werden nicht mehr an den variablen Hypothekarzins
der Kantonalbanken gekoppelt.
Neu gilt der «Referenzzinssatz», somit der
landesweite Durchschnittssatz aller Hypotheken.
Damit ist viel politischer Druck
vom variablen Hypo-Zins bzw. den Kantonalbanken
weg. Sie sind nun in ihrer Zinspolitik
freier und können ihre Sätze festlegen,
ohne den allfälligen Protest der
Mieter fürchten zu müssen.
Diese neue Lösung ist nicht auf ewig
angelegt. Mit einer neuerlichen Revision
des Mietrechts sollen die Mieten ganz vom
Hypothekarzins abgekoppelt und neu der
Teuerung angepasst werden (Indexmiete).
Gekoppelt wird also weiterhin, in der irrigen
Annahme, dass die Bestimmung und
Anpassung der Mietzinse nicht dem Markt
überlassen werden könne. Die Politik zeigt
hier viel Verständnis für die Ängste der
Mieter, die offenbar befürchten, in einem
freien Markt der Willkür von Vermietern
völlig wehrlos ausgesetzt zu sein.
Damit wird der Markt völlig falsch eingeschätzt
und das Machtgefälle zwischen
Vermietern und Mietern wohl überschätzt.
Schliesslich haben auch Vermieter ein
Interesse an langfristigen und möglichst
unproblematischen Mietverhältnissen.
Zudem fänden Mieter, die von ihrem
Vermieter übervorteilt werden, in einem
freien und gut funktionierenden Markt leicht Alternativen. Dadurch wäre der
Spielraum der Vermieter erheblich eingeschränkt.
Sicherlich würden sich Veränderungen
im Quartier, in der Wohnsubstanz, der
Wohnqualität, bei Sanierungsmassnahmen
etc. weiterhin auf die Mieten auswirken.
Letztlich bietet aber auch eine Koppelung
– ob nun an die Hypothekarzinsen
oder an einen Teuerungsindex – keinen
Schutz vor Mietpreissteigerungen. Wie
unschwer zu beobachten ist, setzt sich der
Markt auch so – allenfalls einfach verzögert
– durch. |
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