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Die Seite des Geschäftsleiters |
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Albert Leiser,
Direktor
Hauseigentümerverbände
Stadt und Kanton Zürich |
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Antizyklisch investieren! |
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Mit den Wachstumsprognosen für die
Wirtschaft sieht es gegenwärtig schlecht aus.
Auch in der Schweiz müssen sie wohl nach
unten korrigiert werden. Zwar ist auf dem
Schweizer Baumarkt davon noch wenig zu
spüren, gemäss aktuellen Studien deutet
aber einiges auf eine Abschwächung hin. So
sind die erteilten Baubewilligungen in der
Stadt rückläufig und die Preise für Wohneigentum
tendieren auf eine Stagnation zu
und auch bei den Mieten lässt der Preisdruck
nach. Schlecht für die Konjunktur ist es,
wenn es der Bauwirtschaft schlecht geht,
verstärkt es doch einen allfälligen Abwärtstrend.
Bevor es so weit kommt, lohnt es sich,
sich Gedanken darüber zu machen, wie dem
vorgebeugt werden könnte.
Wie ich schon wiederholt festgehalten
habe, gibt es bei Altbauten einen grossen
Sanierungsbedarf und bei denselben liegt ein
enormes Energiesparpotenzial. Am neuesten
Kyburg-Forum (vgl. S. 789 f) wurde dies von
Fachleuten eindrücklich bestätigt. Es ist daher
zu begrüssen, dass der Stadtrat unter dem
Schlagwort «Energiesparpotenzial jetzt nutzen
– Vermeidung von Pinselrenovationen»
die Einführung eines Energie-Coaching-
Angebotes als vierjähriges Pilotprojekt anstrebt.
Es soll bei Neubauvorhaben, Erneuerungen
sowie im Zusammenhang mit Vorhaben
im Bereich der Wärme- und Kältetechnik
und der Nutzung erneuerbarer Energien
beansprucht werden können und teilweise
von der Stadt Zürich mitfinanziert werden.
Sanierungswillige Hauseigentümer sind auch
an die Förderung von Energieprojekten, wie
sie der Kanton Zürich betreibt, zu erinnern
(vgl. S. 743). Erfreulich ist sodann, dass sich
Bundesrat Moritz Leuenberger für eine
Teilzweckbindung der CO2-Abgabe i.S. des Vorstosses Hegentschweiler ausgesprochen
hat. Damit könnte ein weiterer kleiner Beitrag
an energetisch sinnvolle Sanierungsvorhaben
geleistet werden. Hingegen halte ich
nach wie vor nichts von einem staatlich verordneten
Gebäudeausweis, weil für ihn ein
neuer Beamtenapparat zu schaffen wäre.
Das würde enorme finanzielle Mittel verschlucken,
ohne dass damit auch nur ein einziger
Franken in die tatsächliche Gebäudesubstanz
investiert würde. Besser wäre ein
landesweit einheitlicher, aber freiwilliger
Gebäudeenergieausweis.
Jetzt liegt es an den Eigentümern von Altbauten,
ihrer Verantwortung für die Umwelt
gerecht zu werden und die Energieeffizienz
in ihren Häusern zu erhöhen. Sie täten es
nicht zuletzt im eigenen Interesse, denn
Wohnungssuchende achten in Anbetracht
der gestiegenen Energiepreise vermehrt auf
die neben der Miete anfallenden Nebenkosten,
insbesondere die Heiz- und Warmwasserkosten.
Albert Leiser |
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